Donnerstag, 27. August 2015

Bike Dress for This Is Not Okay


Vor ungefähr zwei oder drei Jahren habe ich meine Ernährung komplett umgestellt, vom leidenschaftlichen Omnivor und Fleischfresser habe ich mich vom Vegetarier immer mehr zur veganen Ernährung hingewendet. Vornehmlich wegen der Gesundheit und Interesse, aber dann habe och immer mehr Bücher über die Viehzucht - Jonathan Safran Foer, Carbon Footprint und ökologisches Handeln (wir wollen mal nicht von unserem sechsten Kontinent, der Plastikinsel, sprechen) gelesen und lebe jetzt auch zum größten Teil auch aus moralischen Gründen vegan. Wenn ich es schon nicht gut heißen kann, wie der Mensch mit den Tieren umgeht, wie kann ich da tatenlos einfach zu sehen, wie Menschen Tag für Tag behandelt werden, allein die Flüchtlingssituation zur Zeit ist Grund genug zur Aufregung, jedoch wie Erwachsene und vor allem Kinder sich jeden Tag für uns abrackern müssen, damit wir preisgünstige Kleidung kaufen können, die vielleicht ein paar Wochen?? hält, um sich gleich darauf neue Klamotten zu kaufen, ist einfach nur verwerflich, anders kann ich es nicht ausdrücken. Ich bin immer wieder erstaunt und runzel die Stirn, wenn ich in der Stadt mal wieder zig Personen begegne mit diesen riesigen braunen Papiertüten von diesem Laden, der furchtbar mieft, meist haben sie zwei oder drei in der Hand, und jedesmal denke ich, wie halten sie es in dem Laden nur so lange aus, da stinkt es so unangenehm, das kann nicht gesund sein.


http://mami-made.blogspot.de/2015/07/der-nahbloggerinnen-katalog-eine.html

Gut, der braune Tüten-Laden ist nur ein Beispiel, es gibt viel zu viele Geschäfte, die zu unfairen Bedingungen Kleidung für uns produzieren und daher finde ich die Aktion This is Not Okay von mami-made wirklich lobenswert. Bei dieser Aktion geht es darum, dass sich Nähblogger etwas Selbstgenähtes oder Fair-produziertes anziehen, sich fotografieren und bei mami-made verlinken. Aus diesen Bildern wird ein Katalog erstellt, sozusagen ein Katalog der Nähblogger gegen die Ausbeutung in der Nähindustrie.


Ich habe erst gestern von dieser Aktion erfahren und da man nur bis zum 30. August verlinken kann, habe ich, husch husch, schnell Fotos gemacht, denn ansonsten habe ich keine Zeit dazu, ich muss am Wochenende nämlich beim MUF arbeiten, das wird spannend und anstrengend, da werd ich keine Muße für Fotos haben. Das Wetter war heute leider nicht so besonderns, zwar warm aber grau, aber besser krieg ich das jetzt leider nicht mehr hin.

Mein heutiges Kleid ist mein Geburtstagskleid, das ich grad so noch fertig bekommen hatte, da ich mir mit dem Saum noch ganz viel Mühe gemacht habe, ich habe den Saum nämlich mit der Hand im Blindstich vernäht, oh mann... hat das lange gedauert.


Den Fahrradstoff habe ich bei meinem Besuch bei Volksfaden entdeckt und da ich schon lange einen Fahrradstoff haben wollte, gleich mitgenommen. Leider gab es davon nur 2.5m und war nur 1.10m breit, also brauchte ich noch einen anderen Stoff dazu und habe, mit dem Stoff in der Hand, bei Volksfaden rumgestöbert, bis ich diesen türkis-petrolfarbenen Polkadotstoff fand. Passt hervorragend zusammen.

Der Schnitt ist eine Kombination zwischen dem Annakleid-Oberteil von By Hand London und dem Odette-Rock von Bluegingerdoll. Ich habe versucht darauf zu achten, das das Muster nicht schief aneinander stößt, doch habe ich es nich an allen Seiten hinbekommen, da ich einfach nicht genug Stoff hatte.


Mir wäre es lieber, wenn der Rock etwas länger wäre, aber wie gesagt, ich hatte nicht genug Stoff, daher habe ich den Rock mit Schrägband gesäumt, um nichts von der Länge zu verlieren.
Ganz ungewohnt, man sieht mich mit nackten Beinen, was normalerweise nie passiert, außer ich bin zuhause und erwarte keinen Besuch, denn ich mag meine Beine nicht zeigen. Aber für diese Aktion mache ich eine Ausnahme, da man in diesen Bildern nur selbstgenähtes zeigen darf und da meine einzige selbstgenähte Leggings schwarz mit weißen Streifen ist, habe ich sie mal weggelassen.


Meine Schuhe sind leider auch nicht vorzeigbar, da meine Schuhe zwar angeblich in kleinen Manufakturen produziert werden, aber da sie auch in Indien Manufakturen haben und ich da nciht um die Bedingungen weiß, aheb ich sie jetzt auch weggelassen. 



Ohne Brille komme ich leider nicht aus, meine ist von Fielmann, wie das mit fairen Bedingungen aussieht, keine Ahnung, aber ohne sie bin ich blind, also bleibt sie auf meiner Nase.
Meine Ohrringe habe ich selbstgemacht, vor Jahren, doch trage ich sie immer noch gerne. Mein Grütel ist einfach nur grünes Gummiband mit KamSnaps als Verschluss.



Meine Haarspange habe ich heute extra rausgekramt, diese habe ich vor etwa 2-3 Jahren auf dem Stijl Designmarkt in Mainz erstanden, kleine Produktion fair hergestellt, da die Designer sie selbst gemacht haben.



Hier noch ein Detailbild der wunderbaren Fahrräder, ich bin totaler Fahrradfanatiker, ich radele überall mit meinem Rad hin, bei Regen, Wind und Gewitter, bei Schnee allerdings nicht, ist mir zu rutschig. Ich finde man ist viel schneller dort, wo man hin will, es ist ökologischer und trainiert noch dazu, eine "Wunderding" ;)


Gerade als ich mit dem "Fotoshooting" loslegen wollte, kamen zigtausend, okay, es waren vielleicht 20, Jogger an mir vorbei, die dann noch eine kleine Tabata-Trainingseinheit einlegten, es war unmöglich, in Ruhe ein Foto zu machen, einer nach dem anderen kam die Treppe schnaufend an mir vorbei gelaufen, ich konnte nicht an mich halten und konnte nur noch lachen.


Ich rumse dann heute nochmal zum zweiten Mal und verlinke mich bei der This is Not Okay-Aktion

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